19.02.20 -Es gibt keinen Planet B.

„Klimawende jetzt Geltendorf, den 19.2.2020Veranstaltung der GRÜNEN am 19.02.2020 um 19:00 Uhr mit MdB Anton Hofreiter, Landratskandidat Dr. Peter Friedl und den Gemeinderatskandidat*innen von Geltendorf.

Die KV Sprecherin Christine Reineking begrüßte die zirka 70 Anwesenden im Bürgerhaus in Geltendorf. Danach sprach Gemeinderat Dr. Wilfried Pinther über die Liste und Ziele der GRÜNEN in Geltendorf, wobei er hervorhob, das mit Sandra Reinprecht zum ersten mal eine Frau an der Spitze der Grünen in Geltendorf steht und mit einer ausgewogenen Mischung der anderen Kandidaten ein gutes Ergebnis erzielt werden soll.

Anschließend hielt Dr. Peter Friedl, der Landratskandidat der Grünen für den Landkreis Landsberg und Wissenschaftler einen Vortrag zur Untersuchung der Gletscher und deren Auswirkungen auf unser Wetter und Klima.Er erläuterte dabei den Unterschied zwischen Wetter und Klima folgender maßen: Wetter ist Schnee, Regen, Wind und Sonnenschein.Klima ist das Umfeld oder auch bestimmend für unsere Kleidung über das Jahr hinweg z.B. in Italien, leichtes T-Shirt, Finnland Pelzmantel. Wir nehmen großen Einfluss auf das Klima (Temperatur) durch die Faktoren von Treibhausgas in den letzten 100 Jahren. So ist die Durchschnittstemperatur in Geltendorf im Jahre 1887 von 6° auf 9,8° im Jahr 2017 gestiegen.Im Landkreis wurde 2013 ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, das aber bis jetzt nur in geringen Umfang umgesetzt wurde. Mit dem geplanten Ausbau von Solarenergie und Windkraft könnten alle Liegenschaften umgerüstet und private Heizungen betrieben, Biogas produziert und zu den Verbraucher transportiert werden.Die Verringerung der CO2 Emissionen muss durch die Reduzierung des Autoverkehrs, den Ausbau des ÖPNV, die Finanzielle Förderung von E-Bike und der Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken und Bahnhöfen (z.B. Fuchstalbahn) verringert werden.Mit der Schaffung einer Klimaagentur zur Umsetzung der Klimaziele kann die Beschleunigung der Erderwärmung auch in unserem Landkreis reduziert werden. Dies muss aber auch durch ein Controllingsystem begleitet werden.

Unter dem Motto „Wir haben keinen Planet B“ stellte Dr. Anton Hofreiter MdB für die GRÜNEN seinen 20 Minütigen Vortrag. Dabei stellte er klar, dass wenn wir so weitermachen wie bisher, der Mensch, viele Tiere und Pflanzen aussterben werden. Danach braucht die Natur der Erde zirka 100.000 Jahre um sich wieder zu erholen. Wir können aber den Untergang, der durch den Menschen beschleunigt wird aufhalten, indem wir den Verbrauch von Rohstoffen auf ein Mindestmaß reduzieren,die Vernichtung unserer Wälder beenden,auf regenerative Energien umstellen, (Solar, Wind, Wasser, Erdwärme, Biogas) und die Wiedervernässung und Schaffung von Mooren vorantreiben.Packen wir das nicht schnellstmöglich an, steigt der Meeresspiegel in den nächsten 10 Jahren um zirka 2 m. Davon sind massiv betroffen, die Malediven, Philippinen, Bangladesch und später auch die Küsten von Nord- und Ostsee.Die Deich- und Küstenlinie müsste dann zurückgesetzt werden.Die Zahl der Klimaflüchtlinge steigt ins unermessliche.Die Einspeisevergütung für Solarstrom von 99 Pfennigen im Jahre 1990 verringerte sich im Laufe der Jahre auf 3,5 Cent heute und ist trotzdem rentabel.Die Deckelung der Förderung von Photovoltaik bei 52 Gigawatt muss unbedingt aufgehoben werden.Es müssen noch mehr Windkraftanlagen aufgestellt werden.Die Stromtrassen müssen gebaut werden um Spitzenlasten auszugleichen.Wir brauchen ein überregionales und intelligentes Strommanagement. Überschüssiger Strom muss gespeichert oder umgewandelt werden.Für die Mobilität ist es unumgänglich die Verbrennung von Rohstoffen zu beenden.Alle Eisenbahnstrecken müssen verstromt werden.Der Taktverkehr in ganz Deutschland muss ausgebaut werden (siehe Schweiz).Fahrzeuge und Bahnhöfe müssen modernisiert und stillgelegte Strecken wieder in Betrieb genommen werden. Wir haben zur Zeit 80% Autoverkehr mit Verbrennungsmotor, 10% Bahnverkehr, der Rest ist Rad- und sonstiger Verkehr. Bei Verdoppelung des Bahnverkehrs würde sich der Autoverkehr auf 70% reduzieren. Das emissionslose Auto muss Standard werden.Zum Abschluss betonte Anton Hofreiter, dass wir Klimawandel durch rasches und vernünftiges handeln stoppen können. Danach stellte er sich noch den Fragen der Anwesenden.„Windanlagen töten Vögel“ Antwort: „Leider sterben in Deutschland viele Tiere durch Umwelteinflüsse. Durch LKW z.B. werden im Jahr 100.000 Vögel und viele andere Tiere getötet.Leider ist 60% der Bundestagsabgeordneten der Klimawandel egal.„Teslawerk – Bäume werden gefällt“. Antwort: „Der meiste Wald der dort gerodet wird ist Plantagenwald. Jedoch müssen Ausgleichsflächen mit Mischwald aufgeforstet werden.Danach beantworteten die GRÜNEN noch Fragen der Bürger in kleiner Runde. Dabei wurde deutlich, dass nur durch GRÜNE Politik die ambitionierten Klimaziele im Landkreis Landsberg bis 2030 erreicht werden können.

Um 21:40 Uhr endete der gelungene Abend.

Gez. Kürschner Horst

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