Neue Buslinien Landsberg – Geltendorf

Die MVV-Regionalbuslinien 816 (Landsberg – Weil – Geltendorf) und 817 (Landsberg – Penzing – Geltendorf) sollen ab dem 15. September 2026 für acht Jahre neu vergeben werden. Seit Herbst 2022 sind die Fahrpläne stark reduziert; derzeit besteht kaum ein attraktives Angebot für Pendler oder Freizeitfahrten. Bisher dienten die Linien überwiegend der Schülerbeförderung.

Nun besteht die Chance, das Angebot nicht nur für Schüler, sondern für alle zu verbessern. Dafür wurden für jede Linie zwei Ausbauvarianten entwickelt: Variante 1 sieht einen 2-Stunden-Takt an Werktagen vor, Variante 2 einen stündlichen Takt sowie zusätzliche Fahrten am Abend und samstags. Die Ausschreibung soll Anfang 2026 starten, um einen nahtlosen Betriebsbeginn sicherzustellen. Während des Betriebs können Fahrplananpassungen sowie eine mögliche Integration des Schulverbandes Weil vorgenommen werden.

In der anschließenden Diskussion äußert Daniela Groß (Grüne), dass sie die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs grundsätzlich positiv bewertet. Gleichzeitig möchte sie wissen, wann sich eine neue Linie in der Praxis etabliert habe. Die Verwaltung erklärt, dass dies voraussichtlich nach zwei bis drei Jahren der Fall sei.

Die Verwaltung weist im Verlauf der Diskussion weiter darauf hin, dass sich die Takte in Variante 1 abwechseln und in den meisten Orten somit ein stündlicher Fahrplan zur Verfügung stehe. Peter Friedl (Grüne) betonte die Bedeutung der neuen Linien als Zubringer für die S-Bahn und würde Variante zwei bevorzugen, da diese als „Flaggschifflinie“ eine deutliche Verbesserung des Angebots darstelle. Allerdings sei die günstigere Variante 1 mit dem versetzten Zweistundentakt angesichts der finanziellen Lage des Landkreises realistisch vertretbar. Der Kreisausschuss stimmt der Einführung von Variante eins einstimmig zu.

Kommentar von Kilian Fitzpatrick (Kreisrat): Endlich zeigt sich Wirkung: Dank des unermüdlichen Einsatzes und Drucks der Grünen im Landkreis kommt der Ausbau des ÖPNV spürbar voran. Die Entscheidung für Variante eins bringt eine deutlich verbesserte Taktung für Pendler und ist ein wichtiger Schritt hin zu einem attraktiveren, zuverlässigen Nahverkehr. Man darf nicht vergessen: funktionierende, flächendeckende öffentliche Verkehrsmittel tragen maßgeblich zum Wirtschafts- und Ausbildungsstandort Landkreis Landsberg bei.